Permalink

0

Paris – Tag 3

27092009245 Direkt morgens ging es zielstrebig Richtung Bir-Hakeim bzw. der dem Eiffelturm nächsten Metro-Haltestelle. Kaum angekommen, war dort schon ein ordentliches Gewusel, was aber auch daran lag, dass genau an diesem Morgen der 16 km-Lauf von Paris nach Versailles startete und das genau am Brückenkopf zu Fuße des Eiffelturms. Was gibt es besseres als die vielen, vielen Sportler von oben zu beobachten, also nix wie rauf!

Natürlich waren wir zu Fuß nach oben unterwegs, auch wenn ich anfangs skeptisch und zwischendrin etwas ängstlich war (mir liegen große Höhen nicht sonderlich), passieren kann einem nichts. Naja, man kann nirgends “durchrutschen” und das aus gutem Grund, denn der Eiffelturm ist auch bei Selbstmördern recht beliebt gewesen, so dass alles rundherum “abgedichtet” wurde.

IMG_1009_01
Auf der 2. Plattform in 115 m Höhe angekommen, hat man einen fantastischen Ausblick über Paris, bei richtig gutem Wetter soll man sogar 60 – 80 km weit sehen können! Leider kann ich das nicht bestätigen, denn bei uns war es leider sehr diesig, so dass wir zwar die 2. Ebene ausgiebig und nach allen Seiten erforschten uns aber den Weg bis in die Spitze gespart haben, weil es von der Aussicht her leider nicht besser geworden wäre!

IMG_1037_01 Am Nachmittag verschlug es uns nochmals zur Notre Dame, denn Sonntags sind dort Orgelkonzerte und jeder hat freien Eintritt in die Kirche.
Unglaublich toll waren ja die Buntglasfenster von Innen, vor allem weil draußen auch die Sonne schien und das farbige Licht überall hinstreute.

Was ich ja erstaunlich fand, dass ich in Notre Dame und auch im Louvre fotografieren durfte. Normalerweise ist das ja immer strengstens untersagt. Hier wurde nur der Blitz verboten, was aber viele rücksichtslose Touris nicht davon abhielt, während des Orgelkonzertes noch ein wildes Blitzlichtgewitter zu veranstalten! Traurig!

IMG_1040_01

Von Notre Dame aus machten wir uns direkt auf den Weg zur nächsten Kirche, der Sacre Coeur.
Da wir morgens schon auf den Eiffelturm gestiegen waren und auch sonst während unseres Aufenthalts in Paris wahrscheinlich mehr Treppen gestiegen waren, als sonst jemals zuvor, beschlossen wir uns hinten rum “anzuschleichen” und mit der Metro so weit wie möglich auf den Berg hinauf zu fahren.

Vorbei an wunderhübschen Häuschen, die komplett mit Efeu zugewachsen waren mit den typischen bodenlangen Fenstern und dem kleinen französischen Balkon, an unscheinbaren Kabaretts, in denen sogar Picasso verkehrte und kleinen Kunstgalerien, führte uns der Weg direkt zu Sacre Coeur, deren strahlendes Weiß man überhaupt nicht übersehen kann.

27092009250_01
Wie man sehen kann, herrschte dort reger Besucherverkehr, aber gar nicht mal unbedingt nur wegen der Kirche. Zum einen sicherlich, wegen dem atemberaubenden Aussicht auf die Stadt, zum anderen wegen der Künstler, die dort Musik machen oder mit einem Ball Kunststückchen vorführen oder einfach nur um sich dort mit Freunden zu treffen, unter Leuten zu sein und sich zu amüsieren.

Natürlich haben wir das ganze noch auf uns einwirken lassen, bevor wir wieder Richtung Zentrum bzw. Richtung der Haltestelle Abbesses. Eine Gegend, in der sich ein Restaurant ans andere drängt, dort sitzt auch zum Sonntagabend halb 11 mit Sicherheit das komplette Straßencafe voll und die Leute schnattern und amüsieren sich. Und dann noch die Optik, leider habe ich von dort keine Bilder gemacht, was mich furchtbar ärgert, weil es genau das ist, was ich an Straßenzügen als niedlich, gemütlich und einladend empfinde.

Unseren letzten Abend haben wir dann im Le Bruant in der Rue des Abbesses ausklingen lassen, wo man sogar ein paar Worte Deutsch verstand. Ohne kulinarische Experimente! ;)

Permalink

0

Paris – Tag 2

Der 2. Tag versprach lang zu werden, viele interessante Plätze wollten besucht werden. Ein ausgeklügelter Plan mit passender Marschroute musste also her.

IMG_0898 Noch vor dem Frühstück wurde das erste sehenswerte Gebäude, das Institut du monde arabe. Die Fassade, ein seltenes Schauspiel aus arabischen Ornamenten und High-Tech. eine komplette Front ist mit Irisblenden ausgestattet, die den Einfall des Sonnenlichts regulieren.

26092009244 Direkt gegenüber konnten wir uns dann erstmal über ein leckeres Frühstück freuen, wenn man es gut findet bereits zum frühen Morgen ein in Grand Marnier gebadetes, flambiertes Crepes zu essen. ;) Der Kellner hatte seinen Spaß!

Auf einem weiten Bogen näherten wir uns dann dem Palais Royal und Louvre. Wir wollten schon gerne rein und uns die ganzen berühmten Gemälde, natürlich auch Mona Lisa anschauen, hatten jedoch Bedenken, was die Wartezeiten anging, denn die können wohl locker mal 2 Stunden betragen. Allerdings hatten wir Glück, kurze Taschenkontrolle und wir konnten die große Gläserne Pyramide betreten und uns ein Ticket für eines der berühmtesten Museen besorgen.
IMG_0935Eintritt 9 €, kann man eigentlich nix sagen, aber der Clou: Angehörige der Europäischen Union zwischen 18 und 25 Jahren, die sich als solche ausweisen können, kommen kostenlos rein! Find ich richtig klasse und so waren wir Mädels ohne einen Cent zu zahlen im Louvre! :)

IMG_0989_01Drinnen dann Kunst aus dem Orient, Ägypten, Griechenland und Rom, Afrika, Islam, Gemälde, Skulpturen, Kunsthandwerk, Graphik … Wir haben uns nicht komplett alles angesehen, wäre zeitlich auch gar nicht gegangen. Aber die interessanten Ecken haben wir schon abgeklappert und natürlich waren wir auch bei Mona Lisa!

Bevor wir uns dann weiter Richtung Place de la Concorde mit dem Obelisken und noch weiter bis zum Arc de Triomphe begeben konnten, war eine kleine Stärkung nötig. Außerdem mussten wir die ganze Kunst ja auch erstmal Verdauen.

Und dann kamen wir endlich zum eigentlichen Wahrzeichen von Paris, dem Eiffelturm! Riesengroß, extrem gut besucht und echt beeindruckend. Allerdings war uns der Andrang deutlich zu groß und es fehlte die Energie sich dort jetzt noch anzustellen und dann auch noch raufzuklettern, weswegen wir das auf den nächsten Morgen verschoben und einen kleinen Boxenstop im Hotel einlegten.

IMG_1006
Am Abend suchten wir dann ein Restaurant aus dem Reiseführer, was ganz in der Nähe der Bastille lag. Und auch dort, rund um die Metrostation ein Gewusel in den Straßen, überall Leute in Kneipen, Bars oder einfach nur so. Das Cafe de l’Industrie in der Rue Saint Sabin ist echt gemütlich, sehr gut besucht und naja, ein klein wenig teuer ;) so wie fast überall in Frankreich. Und es hat Steak Tatare auf der Speisekarte. Die Hausfrauen und Fleischereifachverkäuferinnen unter uns kennen Tatar als mageres Rinderhack, man sollte aber möglichst nicht dem Glauben verfallen, dass das womöglich ein Beefsteak, Boulette oder ähnliches ist.
Ein Steak Tatare ist rohes Hackfleisch, mit einem aufgeschlagenen Ei oben drauf, dazu Zwiebeln, Kapern, Öl, Tabasco, Ketchup, Pfeffer und Salz, zum fröhlichen selber Mischen! Gut, dass ich das von daheim kenne, da gab es das auch immer mal lecker angemacht zum Brot dazu. Das einzige was etwas gewöhnungsbedürftig war, war der Temperaturunterschied vom warmen Kartoffelauflauf, als Beilage zum doch recht kühlen Hack.
Aber auch das konnte unter “eine Erfahrung reicher” verbucht werden.

Nach dem Essen schleppten wir dann unsere müden Knochen zurück ins Hotel um sie auf den bevorstehenden Aufstieg vorzubereiten.

Permalink

0

Projekt 52-09: 24 – Piraten Ahoi!

projekt-52-300

Was lange währt, wird endlich gut. So oder so ähnlich heißt das Sprichwort, dass mir endlich mein Bild für das Thema der Woche 24 beschert hat!

Während in  München die Zelte des Oktoberfestes schon wieder abgebaut werden, erfreut sich Stuttgart eine Woche länger an seinem Volksfest, dem Wasen. Bierzelte, Fahrgeschäfte, Losbuden, Autoscooter, die komplette Palette und eben auch die “Geister”-Bahn im Piratenstyle.

10102009269

Permalink

0

Paris – Tag 1

Da wir ja den Sommerurlaub direkt mal auf Balkonien verbracht haben und uns die Zeit mit reichlich Streß und Überstunden vertrieben haben, musste unbedingt noch ein kleiner Tapetenwechsel durchgeführt werden. Einfach raus.

Traf sich gut, dass ein befreundetes Pärchen die selbe Idee hatte und wir uns direkt spontan auf ein gemeinsames Ziel und einen angenehmen Termin einigen konnten.
Paris im September. Nicht mehr so heiß, nicht mehr so voll und auch nicht mehr ganz so teuer.

Natürlich sind wir nicht mit dem eigenen Auto gefahren, man hört schließlich immer Horrorgeschichten darüber, das man beim Parken schon zugerechtgeschoben wird, so dass alle anderen auch noch mit hinpassen! Und genauso ist es auch.
Außerdem ist ja Zugfahren viel entspannter und umweltfreundlicher und überhaupt ist der TGV ja viel schneller, als irgendein vergleichbarer deutscher Zug. Tickets lassen sich online problemlos buchen, sind direkt mit einem Sitzplatz verbunden und ziemlich begehrt.

IMG_0858_01 
In der Stadt bewegt man sich einfach mit der Metro weiter. Der erste Moment in dem wir in die Verlegenheit kamen unser eingerostetes Französisch raus zu kramen. Wenn man mit strahlendem Lächeln irgendwo hinkommt und fröhlich ein Bonjour in die Runde schmettert, wiegt man das Gegenüber in der Sicherheit, seine Sprache zu sprechen! Attention!

Aber Tickets kaufen, Weg zum Hotel erfragen, Einchecken verlief alles ohne Probleme und nach einem kurzen Päuschen fuhren wir direkt wieder zurück ins Zentrum.
Fasziniert von den ganzen historischen Gebäuden, den niedlichen Sträßchen, den vielen Leuten, gemütlichen Straßencafes, liefen wir erstmal total planlos durch die Gegend, bis wir plötzlich an der Kirche Notre Dame landeten.

IMG_0884

Leider ging gerade die Sonne unter und geöffnet war die Kirche auch nicht mehr, so dass wir weiter unseren Weg suchten. Vorbei an noch viel mehr Straßencafes, an Häagen Dasz Eisläden (!) und niedlichen Kneipchen!

Vorbei am hell beleuchteten massiv beflaggten Hôtel de Ville (Rathaus), dem Centre Pompidou und vielen tollen alten Häusern im Jugendstil oder mit diesen bodenlangen Fenstern und den kleinen vergitterten Balkonen und reich verzierten Fassaden.

In einer der Seitenstraßen fanden wir dann auch noch ein nettes und günstiges Restaurant, mit einer netten, englisch sprechenden Kellnerin. Der Kampf mit der Übersetzung der Speisekarte für unsere mitgereisten Männer, die beide kaum mehr als Guten Tag und Danke auf Französisch sagen können, gestaltete sich als recht gelungen und keiner bekam irgendwas total anderes, als er sich vorgestellt hatte auf den Teller.

IMG_0888

Von der Reise und dem Wein mit der nötigen Bettschwere versehen, ging es dann zurück ins Hotel zum Kräfte sammeln für den nächsten Tag!

Seite 7 von 81« Erste...56789...203040...Letzte »