Der Eintrag liegt hier schon eine ganze Weile im Blog, eigentlich wollte ich ihn schon vor Ostern loslassen, als ich wegen meiner Schulter krankgeschrieben war. Aber das Einbinden eines iframes ist mir nicht gelungen. Jetzt weiß ich aber wie es geht!
Wenn ich jetzt schon dem schönen Wetter nur vom Balkon aus zusehen darf, Radfahren auch erstmal in weite Ferne gerückt ist, dann kann ich ja noch ein bisschen vom Ausflug des vorletzten Wochenendes erzählen.
Der Liebste wurde nämlich auf seinen 1. Ausflug der Saison 2011 gejagt. Seit über einem halben Jahr hat sein Hintern keinen Fahrradsattel gesehen und das hat sich natürlich gerächt. xD
Außerdem musste ich doch mal die neueste App auf meinem Handy testen. Endomondo heißt es und trackt per GPS Strecke, Tempo und Höhenmeter und sagt mir an welchen ich langsam wie eine Schildkröte war. Ja Schildkröte, wird sogar mit eben diesem Symbol markiert. Achja und es steht im Internet und man kann es ins Blog und bei Facebook verlinken.
Also App an, Schatzi auf den Radweg gezerrt und dann schön Richtung Weilimdorf ins Gewerbegebiet gerollert.
Unterwegs mussten wir natürlich anhalten, Schätzeken wollte offensichtlich auf motorisiertes 2-Rad umsteigen. Tja, Pech, der Laden hatte natürlich Sonntags geschlossen.
Davon, dass der Rückweg per S-Bahn abgekürzt wurde und ich danach in meinem persönlichen Heuschnupfen-Inferno versunken bin, davon reden wir einfach nicht.
Sicherlich ist mein unrühmlicher, zwangsweise abgebrochener Ausflug auf diesen Hügel namens Württemberg noch jedem im Gedächtnis. Gestoppt von einem Wadenkrampf, mannomann!
Die Kapelle schon in Sicht bin ich mitten im Weinberg umgekippt und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Das wollte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und schwor schon damals “Rache”. Alles nur eine Frage der Zeit!
Und die sollte kommen und zwar am letzten Wochenende im August!
Nachdem der Liebste sich kurz vor Mittag endlich aus dem Bett bewegt hatte, meinte er sich direkt aufs Rad schwingen zu wollen und mal zu schauen, was wir so schaffen würden.
Von Untertürkheim aus, meinte er sich einen Weg nach oben suchen zu wollen. Gut, dass der Anstieg aus dieser Perspektive nicht ungemein steiler aussieht, quasi psychologische Kriegsführung.
Aber alles schimpfen und schnaufen half nichts, langsam aber stetig, durch Wohngebiete und Weinberge kamen wir dem Ziel immer näher.
Eine letzte, fiese Spitzkehre und dann noch den kleinen Zufahrtsweg zur Kapelle und dann waren wir plötzlich auch schon oben! Unglaublich!
Hier das Beweisfoto:
Die Leute kennen wir nicht, aber die Miss und das Bulls im Vordergrund! Sie wurden sogar ausgiebig von den anderen Ausflugstouristen bestaunt inkl. dem zweifelhaften “Angebot” die edlen Gefährt zu entführen!
Beim nächsten Mal wird dann mal eindeutig das Wetter schöner und die andere Route über Feuerbach getestet werden müssen!
Und damit ihr glaubt, dass es wirklich bergig war, durch dieses Sträßchen sind wir gefahren!
Und wem das jetzt nichts sagt, der bildet sich bitte ein wenig bei Wiki!
Seit die kleine Miss bei uns ist, möchte Sie so viel wie möglich nach draußen und bewegt werden. Leider macht einem irgendwas immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung, sei es das Wetter, zu heiß, zu kalt, Regen, Gewitter oder gar Hagelschauer, manchmal ist es der Feierabend der einfach so lange auf sich warten lässt, dass es sich einfach nicht mehr lohnt loszufahren.
Schon letzte Woche hatte ich geplant zur Grabkapelle auf dem Württemberg zu fahren, ein Mausoleum, dass der olle Wilhelm I. von Württemberg für seine 2. Frau Katharina hat errichten lassen. Sieht man schon von weitem und immer fragt mindestens einer danach, was das denn sei.
Irgendwie wurde es aber letzte Woche heißer und heißer und bei dem Gedanken, bei dem Wetter durch die Weinberge zu radeln und mir womöglich einen Sonnenbrand und den passenden Stich dazu zu holen, verschob ich das Ganze. Bis heute.
Nach Feierabend die Miss aus dem Stall geholt, aufgesattelt und los ging es. Einen groben Plan mit Weg hatte ich, aber immer der Nase nach tut es auch.
Es ist das Kleine da gaaaaanz hinten in der Mitte.
Ja, das auf dem “grünen Buckel”.
Das Ziel fest im Blick hatte ich irgendwie nicht bedacht, dass das Schwabenländle ja arg bergig ist und WeinBERGE ihren Namen auch nicht ganz umsonst tragen. Schnaufend und mit wahrscheinlich seeeehr rotem Gesicht (die Leute haben alle so mitleidig geguggt, vor allem, die die mich am Berg überholt haben) strampelte ich also durch die Weinberge. Ok, zugegeben ich hab auch ein bisschen das Rad geschoben, aber diese Weinbergstraßen sind auch voll gemein, es geht saumäßig bergan, aber man sieht das gar nicht wirklich.
Und als ich gerade wieder aufsteigen wollte, da passiert es. Mit rechts hab ich angetreten und dann das linke Bein nachgezogen und ZACK da war er. Ein großer, dicker, fetter Krampf in der Wade, einer von der richtig fiesen Sorte. Tja, nach rechts runter steigen ging nicht, also links runter, leider war da aber keinerlei Halt in dem Bein und so kugelten ich und die kleine Miss uns inmitten der Weinreben für eine gute Minute auf der Straße rum, bis der Schmerz endlich nachließ.
Gleich mal vorab, die Kleine ist wohlauf! Ich auch, nur ein bisschen den Handballen und die Wade aufgerissen. Das Schlimmste sind ja die Nachwirkungen des Krampfes im Muskel.
Retten lassen konnte ich mich leider auch nicht. Schatzi hätte das niemals gefunden, noch nicht mal mit Hilfe von Sabine, unserem Navi. Weinbauern waren zwar da, hätte ich halt einfach nur noch ein bisschen da auf der Straße rumliegen müssen, vielleicht hätte mich ja einer gerettet.
Naja, ich bin ja kein verweichlichtes Zivilisationsopfer. Da wird der Sattel etwas runtergeschraubt, dass man nicht mehr so hoch steigen muss und dank der vorher hinauf gefahrenen Berge ging es dann nur noch bergab.
Jetzt befrei ich mich mal von den Weinberg-Resten in denen ich mich gewälzt habe, es war nämlich gerade soweit die Reben zu verschneiden … oder was weiß ich.
Achso, etwas Gutes hatte der Ausflug dann doch noch, ich weiß jetzt wo der nächste Minigolfplatz ist. Also nicht, dass ich das supergut könnte, nö ich verliere da regelmäßig, aber so für den Spaß kann man das ruhig mal machen.
Achja, und Grabkapelle, du kommst auch noch dran! Wenn ich dann demnächst meine Waden dazu überreden kann, sich ordentlich zu benehmen.
Seit Wochen ist bekannt, dass der Stuttgarter Zeitungslauf durch unsere Straße gehen wird. Und wie jedes Jahr ist dann entlang der Strecke absolutes Halteverbot. Es wurden Schilder aufgestellt und extra Flugblätter verteilt, aber einigen ist das irgendwie egal.
Und das ruft die Polizei, das Ordnungsamt und den Abschleppdienst auf den Plan und zwar Sonntag morgens 4.00 Uhr! >.< Nicht nur, dass Abschleppen ja auch nicht gerade geräuschlos vor sich geht, nein man muss sich auch noch Hupkonzerte mit irgendwelchen Taxis liefern!
Die Nacht war dann natürlich vorbei und das für so ziemlich die gesamte Straße!